Lange fieberte ich auf den 25.2.2020 hin, denn das war der Tag, ab dem ich im Geburtshaus entbinden durfte. Nachdem mein erster Sohn drei Jahre zuvor nach Einleitung in der Klinik zur Welt kam, hatte ich seit Beginn dieser Schwangerschaft den Wunsch, mein zweites Kind im Geburtshaus zur Welt zu bringen. Ich war schon lange vorher überzeugt, dass diese Geburt entspannt werden würde und so kam der Tag…
…Donnerstag morgens war ich bei Yvonne zur Vorsorge. Der Befund war „perfekte Ausgangslage, sehr tief im Becken und bis zum Termin kommen wir wohl nicht ganz“. Das ich aber weniger als 24 Stunden später schon meinen kleinen Sohn im Arm halte, hätten wir wohl beide nicht gedacht, denn immerhin waren es fast noch 3 Wochen bis zum ET.

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Eine traumhafte Geburt mitten im Ausnahmezustand!  -„Wo willst du entbinden? Oh – im Geburtshaus, das ist aber mutig!“ nachdem ich bereits zwei gute Spontangeburten im Krankenhaus erlebt hatte, wünschte ich mir sehr, unser drittes Kind in der geborgenen und Mut machenden Atmosphäre eines Geburtshauses auf die Welt bringen zu können. Schon beim Infoabend spürte ich, dass das Geburtshaus in Idstein so ein Ort für mich sein könnte. Durch meine anfängliche Schwangerschaftsübelkeit lernte ich schnell viele Geburtshebammen kennen, die mir mit Akupunktur die Beschwerden lindern konnten und auch da spürte ich: bei diesen Frauen könnte ich wahrscheinlich gut loslassen.

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Die Geburt unseres ersten Sohnes hat im Krankenhaus stattgefunden, die Entbindung war recht schnell (vom Blasensprung, direkt einsetzende Wehen bis ich ihn in den Arm nehmen durfte, gerade mal 5,5 Stunden). Allerdings war der Ablauf sehr laut und gewaltvoll. Als ich wieder schwanger wurde, durfte ich durch die „Emotionale Hilfe Wiesbaden“ diese Entbindung aufarbeiten und angstfrei der zweiten Geburt entgegensehen. Sogar auf die Theorie von HypnoBithing konnte ich mich einlassen und eine tägliche Meditationsübung habe ich in meinen Alltag integriert.

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Diesmal sollte es endlich klappen und unser zweites Kind das Licht der Welt im Geburtshaus Idstein erblicken. Unsere große Tochter kam damals im JOHO Wiesbaden zur Welt, ich hatte mich einfach zu spät im Geburtshaus angemeldet und der Wunsch die nächste Geburt im Geburtshaus zu erleben war umso größer. Wichtig war mir vor allem eine selbstbestimmte Geburt. Ich wollte so wenig Intervention wie möglich und wusste, dass dies im Geburtshaus kein Problem ist. Diese Selbstbestimmtheit wurde im Krankenhaus bei der Geburt meines ersten Kindes mit Skepsis betrachtet. Ich konnte mich damals aber durchsetzten!

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Oft wird einem geraten: „Geh ins Krankenhaus, dort hast du maximale Sicherheit.“ Doch die Sicherheit, die man für eine natürliche, entspannte Geburt braucht, habe ich im Geburtshaus gefunden.
Hier konnte ich loslassen, hier war ich sicher aufgehoben, hier konnte ich eine wunderbare und natürliche Geburt erleben. Hier konnte alles genauso verlaufen, wie es sein sollte, ohne störende Routineeingriffe, ohne lange Wartezeiten; sondern mit einer Hebamme, die dich wirklich sieht, die wirklich weiß, was jetzt wichtig ist, was gebraucht wird.Die Geburt so zu erleben und seinem Körper so zu vertrauen und zu erfahren wozu er und das Baby fähig sind, ist eine unglaubliche Erfahrung und ein Geschenk, das lange im Herzen bleibt und viel Kraft gibt. Danke für dieses Geschenk des Lebens!

 

Nachdem vor 2,5 Jahren die so schön im Geburtshaus begonnene Geburt mit einem Kaiserschnitt endete, wünschte ich mir beim zweiten Kind eine zweite Chance. Zum Geburtshaus kam ich mit 8cm Eröffnung, es war 2:30 Uhr in der Nacht. Ich habe mich ruhig und in Sicherheit gefühlt. Nicole und Susanne waren die ganze Zeit dabei und haben immer kontrolliert, dass es mir und meinem Baby gut geht.
Nach jeder Presswehe wurde Babies Herzschlag gemessen. Wir haben verschiedene Positionen ausprobiert. Es gab Momente, als ich verzweifelt war. Nicole und Susanne haben mich unterstützt und das hat Kraft gegeben.

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Durch unsere Hebamme kamen wir erst auf das Geburtshaus, allerdings waren wir mit unserer Anmeldung ziemlich spät dran und hatten riesiges Glück, noch einen Platz zu bekommen. Daher waren wir auch nicht oft zur Vorsorge dort, waren jedoch jedes Mal durchaus zufrieden. Machten wir uns um irgendetwas Sorgen, wurden diese aus dem Weg geräumt und wir konnten beruhigt zurück nach Hause gehen. Alle Hebammen waren schon beim Kennenlernen super freundlich und ich fühlte mich bei jeder von ihnen direkt wohl und gut aufgehoben. In einer solch gemütlichen und entspannten Atmosphäre konnte die Geburt nur ein positives Erlebnis werden!

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Bei unserer ersten Geburt unseres Sohnes Joshua, hatten wir in einem kleinen Krankenhaus erleben können, dass selbst die entspanntesten Geburten nur mit viel Anstrengung, ohne ärztliche Einflussnahme bleiben. Daher hatten mein Mann und ich uns nun für das „Abenteuer Geburtshaus“ entschieden. Eine Hebamme, die auch Hausgeburten anbietet, hatte ich in unserem Wohnort nicht gefunden. Daher war es für uns das Naheliegenste, nach Idstein zu fahren.In der 27. SSW hatte ich leider dann vorzeitige Wehen und sah meinen Wunsch „Geburtshaus“ schon zerplatzen.Ich war unglaublich erleichtert, als ich aus den “Fängen“ des Krankenhauses entlassen wurde, was so vielen Schwangeren, die ich auf der Station kennengelernt hatte nicht vergönnt war.

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Meinen ersten Sohn habe ich in der Klinik zur Welt gebracht und nach den Erfahrungen dort beschlossen mein zweites Kind im Geburtshaus zu bekommen. Während der Schwangerschaft habe ich auch Vorsorge Termine im Geburtshaus wahr genommen und konnte so alle Hebammen kennenlernen. Allein das Gefühl bei ein bekanntes Gesicht zu sehen, hat mir sehr gut getan. In den Vorgesprächen habe ich Vertrauen in die Einrichtung gefasst und konnte mich versichern, dass im Zweifelsfall kein Risiko eingegangen wird, sondern im Ernstfall frühzeitig die Verlegung in eine Klinik erfolgt. Als es soweit war, bin ich also mit Zuversicht und Vertrauen in die Geburt gegangen.

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