Geburtsbericht - Familie Mohr

 

Schon unser erstes Kind wollte ich im Geburtshaus bekommen, weil ich mir (bei einer gesunden Schwangerschaft) eine Geburt ohne "drohende" Interventionen und in vertrauter Umgebung gewünscht habe. Unser Sohn kam dann überraschend 6 Wochen zu früh und im Krankenhaus. Und wir sind dankbar, dass er dort gut versorgt wurde. Die Geburt in der Klinik war okay, aber eben mit unbekannten Hebammen und Ärzten und einigen Störfaktoren um uns herum. Unser zweiter Sohn kam zum Glück termingerecht und im Geburtshaus.

Er hatte es sehr eilig: in die Geburtswanne habe ich es noch geschafft, über Musik, Kerzen o.ä. habe ich mir keine Gedanken gemacht, denn die Wehen haben mich ab der Ankunft im Geburtshaus ganz schön überrannt. Mein Körper hatte das Kommando und ich wusste nicht so recht wie mir geschieht. Aber ich habe mich mit den Hebammen und im Geburtsraum sehr wohlgefühlt. Wir waren die ganze Zeit in versierten und liebevollen Händen. Außerdem war eben kein Krankenhaus-Betrieb um uns herum, keine piepsenden Geräte, keine fremden Personen, die rein- und rausgelaufen sind.

Und jetzt - bei Nummer 3 - habe ich mich schon in der 5. SSW angemeldet, um auf jeden Fall einen "Platz" im Geburtshaus zu bekommen. Die Vorsorge habe ich abwechselnd bei meiner Ärztin und den Hebammen gemacht und so das (inzwischen neue) Geburts-Team kennen gelernt.

Außerdem habe ich mich gefreut, dass es einen Hypnobirthing-Kurs gab – von dieser Methode hatte ich erst nach dem zweiten Kind gehört. Die Idee, dass eine Geburt schmerzarm oder sogar schmerzfrei sein kann und dass ich das beeinflussen kann, fand ich spannend.

Ich habe alle Daumen gedrückt, dass dieses Baby nicht zu früh kommt und war gleichzeitig überzeugt, dass es ein paar Tage vor dem ET kommen wird. Aber da ließ es sich dann noch Zeit. Schon zwei Wochen vor dem Termin hatte ich immer wieder regelmäßige, aber keine effektiven Wehen. Das hat unsere Geduld ganz schön auf die Probe gestellt.

Ein paar Tage nach ET - mitten in der Nacht - waren die Wehen endlich eindeutig. Die großen Brüder waren gut betreut und wir konnten direkt nach dem Anruf bei der Hebammen-Hotline losfahren. Passenderweise war auch noch Vollmond – da kommen ja angeblich die meisten Babys.
Meine Sorge unser Dritter könnte noch schneller und damit zu Hause oder unterwegs kommen, war zum Glück unbegründet.
Mit den Hypnobirthing-Techniken war ich während der Fahrt nach Idstein und der ersten Hälfte der Geburt deutlich entspannter, als die letzten Male. Auch die Wärme, Ruhe und entspannende Musik im Geburtsraum empfand ich als sehr wohltuend.
Die Wehen waren stark, aber ich fand sie tatsächlich nicht schmerzhaft. Ich durfte unseren Sohn auch wieder in der Wanne bekommen. Praktischerweise war Yvonne - die Hypnobirthing-Kursleiterin - zufällig nun auch meine Geburtshebamme. Außerdem unterstützten uns Teresa und Anna im Wechsel.

Als die Fruchtblase aufging, folgten die Wehen wieder rasch aufeinander und auch unser Nesthäkchen kam sehr zügig zur Welt. Diese letzte Phase war zwar nicht schmerzfrei (vielleicht geht das nicht, bei einem echt großen Baby?) - aber ich fühlte mich nicht „überrannt“, sondern hatte eine gute Verbindung zu meinem Körper und konnte gut mitarbeiten.
Ich bin unglaublich dankbar, dass es das Geburtshaus gibt! Und dass wir zwei selbstbestimmte Geburten mit vertrauten, erfahrenen und wertschätzenden Hebammen erleben durften.
Den Rückbildungskurs mache ich auch im Geburtshaus. Bei Vivian, die mich vor und nach der ersten Geburt begleitet hat - so schließt sich für uns der Kreis :-D

 

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