Geburtsbericht - Familie Bolle

 

Morgens noch schnell gesaugt und gewischt, damit die Wohnung mal wieder wohlfühlgerecht aussieht, trotz Baustelle und abends dann ein Entspannungsbad. Doch dies dauerte nicht lange, da kam unsere Tochter bei Papa auf dem Arm rein, total vollgespuckt. Kurzerhand mit ab in die Wanne, abgeduscht und zu uns ins Ehebett.

Ich habe die Zeit genutzt um das letzte Kapitel "Die Geburt" meines Buches" Hypnobirthing" zu lesen. Währenddessen dacht ich nur, irgendwas sei komisch– Licht aus und schnell schlafen. Gut, noch einmal auf die Toilette gehen zum besseren Schlafen- ups, auf dem Weg dahin war plötzlich die Hose nass- Blasensprung. Papa von der Baustelle geholt, Hebamme angerufen (ich war grad seit gestern in Rufbereitschaft). Yvonne klärte mich auf und empfahl, wenn es irgendwie ginge zu schlafen. Die Wehen wurden mehr und Papa kümmerte sich um das spuckende Kind und die auslaufende Mutter – ok, irgendwie schlafen!
Morgens waren die Wehen deutlich weniger geworden, somit fuhren wir nach dem Frühstück ins Geburtshaus zur Kontrolle.
Leider waren die Wehen von nachts noch nicht effektiv gewesen, somit gab uns Yvonne einen homöopathischen Fahrplan für den Tag mit.
DER WIRKTE !
Gegen Mittag wurden die Wehen schnell extremer und engmaschiger. Papa fing dann mal an den Abstand zu notieren. Er begann bei 2:44, zehn Minuten später waren sie schon bei 1:50 und ich bat ihn, Yvonne anzurufen. Er meinte "Ja gleich" und ich „Nein, jetzt!".
Yvonne fuhr aus Limburg los und wir machten uns zu Hause auch startklar. Meine ersten Presswehen begannen aber schon. Im Vierfüßlerstand fuhren wir durch Idstein zum Geburtshaus. Trotz mehrmaligem Klingeln machte keiner auf. „Tür zu" schrie ich, und bekam noch eine kräftige Wehe im Auto. Dann war doch die Sekretärin da, die uns reinließ. Schnell auf das Bett und schon wieder eine Wehe. Zum Glück traf dann Yvonne ein, zog mir das eine Hosenbein runter und sagte nur" Wannenwasser aus, der Kopf ist schon da!", da ging dem Papa aber ein bisschen die Klammer.
Und so erblicke Theo in 13 Minuten von Haustür zur Geburt das Licht der Welt.
Herzlich Willkommen Theo Mael Bolle.

 

 

 

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