Geburtsbericht - Familie Meyer

 

„Entscheide Du, was gut für Dich ist!“ - Nachdem wir zwei gesunde Buben (mittlerweile 6 und 4 Jahre alt) im Krankenhaus zur Welt gebracht hatten, kam gleich zu Beginn der dritten Schwangerschaft der Wunsch auf, das Kind bei normalem Schwangerschaftsverlauf im Geburtshaus zur Welt zu bringen.
Da wir mit unserer Familie in Idstein leben, haben wir das Geburtshaus bereits mit unseren Söhnen im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen, Babymassage und Rückbildungskursen kennengelernt und als Ort mit viel Atmosphäre und Vertrautheit empfunden.
Die Idee eine Geburt im Geburtshaus anzustreben hat eigentlich „unsere“ Hebamme Christiane Bossong in uns geweckt, da sie im Rahmen der Wochenbettbetreuung nach der ersten Geburt meinte, dass wir gut ins Geburtshaus passen.
Für mich stand also der Wunsch einer Entbindung im Geburtshaus von Beginn an fest, und mein Mann unterstützte dieses Vorhaben und sicherte mir seine Unterstützung zu.
Mit einem großen Gefühl der Sicherheit und Entschlossenheit begleitete mich die Aussicht auf eine ambulante Entbindung in Idstein durch die Schwangerschaft. Die Informationsabende, diverse Vorsorgen und das Aufklärungsgespräch bestärkten uns in unserer Entscheidung, da alle Hebammen immer freundlich und interessiert auf unsere Bedürfnisse eingingen und eine große Kompetenz ausstrahlten.

Als es endlich um 4 Uhr morgens mit einem Blasensprung losging, bewahrten wir Ruhe (ich erledigte die Bügelwäsche...) und riefen gegen 7 Uhr die diensthabende Hebamme Katja an und verabredeten uns um 8.30 Uhr im Geburtshaus. Wir trafen – noch ohne Wehen – ein und durften uns im Geburtsraum gemütlich einrichten. Mit Hilfe von Globuli wurden die Wehen angekurbelt und wir konnten uns die Zeit mit Gesprächen im netten Beisammensein vertreiben.
Unter der Geburt war Katja unsere treue Begleiterin, die durch genaues Beobachten und Nachfragen stets die richtigen Globuli zur Hand hatte. Die Mischung aus Zuhören, Motivieren und Zurückhaltung war für uns genau das Richtige. Als Katja schließlich feststellte, dass der Muttermund auf war, das Kind aber noch über dem Becken tanzte, riet sie mir, Zwiesprache mit meiner Tochter zu halten und sie auf den Weg zu schicken. Aufgrund dieser Bemerkung stellte ich für mich fest, dass ich eher mit mir ins Reine kommen muss und mich auf den Schmerz einlassen muss, um das Kind zur Welt zu bringen. Die weitere Wehenarbeit verlief dann auch sehr effektiv, so dass ich den Wunsch äußerte in die Wanne zu wechseln. Katja war eher skeptisch (sie hatte Bedenken, dass die Wehen schwächer werden...), meinte aber, dass ich entscheiden solle, da die werdende Mutter meist selbst am besten weiß, was gut für sie ist.
Plötzlich ging daraufhin alles ganz schnell und wir haben es noch gerade eben zur Geburt in die Wanne geschafft.
Die Willkommenszeit mit unserer Tochter war unvergleichlich schön. Sie lag sehr lange auf meiner Brust und wir haben in aller Ruhe abgewartet, bis die Nabelschnur auspulsierte. Erst dann wurde sie abgenabelt und dem Papa übergeben. Nachdem die Plazenta gelöst war, wurde ich versorgt und wir drei Hauptakteure bekamen Zeit uns aneinander zu kuscheln und uns zu begrüßen.
Erst nach einer halben Stunde haben die Hebammen uns wieder „gestört“ und das Kind vermessen und bekleidet. Nach einer netten Überraschung und mit einem wunderschönen Fußabdruck unserer Tochter verließen wir wie geplant das Geburtshaus etwa zwei Stunden nach der Geburt um 15 Uhr.

Unsere Erwartungen und Wünsche an eine Geburt im Geburtshaus Idstein haben sich mehr als erfüllt, und wir sind dankbar und froh, dass wir eine gesunde Tochter als echte Idsteinerin in unserer Familie begrüßen durften!

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