Geburtsbericht - Famile Gleichmann

 

Meinen ersten Sohn habe ich in der Klinik zur Welt gebracht und nach den Erfahrungen dort beschlossen mein zweites Kind im Geburtshaus zu bekommen. Während der Schwangerschaft habe ich auch Vorsorge Termine im Geburtshaus wahr genommen und konnte so alle Hebammen kennenlernen. Allein das Gefühl bei ein bekanntes Gesicht zu sehen, hat mir sehr gut getan. In den Vorgesprächen habe ich Vertrauen in die Einrichtung gefasst und konnte mich versichern, dass im Zweifelsfall kein Risiko eingegangen wird, sondern im Ernstfall frühzeitig die Verlegung in eine Klinik erfolgt. Als es soweit war, bin ich also mit Zuversicht und Vertrauen in die Geburt gegangen.

Wir beim ersten Mal begann alles mit einem vorzeitigen Blasensprung. Daraufhin haben wir uns telefonisch bei der diensthabenden Hebamme gemeldet und uns im Geburtshaus verabredet. Da die Wehen nicht so richtig in Gang kamen, haben wir von Akupunktur über Globuli und Tee alles versucht, um das Einsetzen der Wehen zu beschleunigen. Trotzdem durfte ich am Nachmittag noch einmal nach Hause. Das war schön, da ich meinen Sohn ins Bett bringen konnte. Die Entspannung zu Hause hat geholfen, am späten Abend ging es dann richtig los. Die Eröffnungswehen konnte ich in der Geburtswanne verbringen, was angenehm war. Allerdings dauerte es immer noch einige Stunden, so dass ich die Wanne irgendwann verlassen wollte und daher leider keine Wassergeburt hatte. Mein Baby war ein ziemliches Bröckchen und hat sich nicht leicht getan gut in den Geburtskanal zu rutschen. Natürlich kommen in einer solchen Situation irgendwann Sorgen, dass irgendwas nicht richtig funktioniert. Die ruhige, direkte und kompetente Art der Hebammen konnte mich aber immer beruhigen. Es tat gut, dass sich alle nach meinen Wünschen gerichtet haben, statt mir etwas aufzudrängen. Ich will nichts beschönigen, die Geburt war anstrengend und schmerzhaft, ein sehr elementares Ereignis. Ich bin sehr froh, dass ich das in der achtsamen und entspannten Atmosphäre des Geburtshauses erleben durfte.

 

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