Geburtsbericht - Famile Petosic

 

Eigentlich wusste ich schon vor der Schwangerschaft, dass ich mein Baby einmal im Geburtshaus bekommen möchte. Zu Beginn der Schwangerschaft wurden wir dann beim Infoabend vollends überzeugt. Ich nahm am Geburtsvorbereitungskurs teil und machte die Vorsorgen ab der Mitte der Schwangerschaft ebenfalls im Geburtshaus. Schon die Vorbereitung auf die Geburt gab mir ein positives Gefühl und ich habe mich von allen Hebammen mit ihrer ruhigen, kompetenten und herzlichen Art super betreut gefühlt. Deshalb haben wir uns riesig gefreut, doch noch von der Warteliste zu kommen und im Geburtshaus unser Kind bekommen zu dürfen. Der „errechnete Termin“ kam näher…und verging. Meine Frauenärztin machte mich nervös, mein Umfeld machte mich nervös, aber die Hebammen im Geburtshaus konnten mich bestärken und beruhigen.

Eine Woche nach ET waren wir dann morgens noch bei der Vorsorge bei Susanne. Es war alles in Ordnung aber noch deutete nichts auf Geburt hin und ich war etwas niedergeschlagen.Das hat unsere Maus dann wohl mitbekommen, denn kurz nachdem wir wieder zu Hause ankamen platzte meine Fruchtblase und die Wehen setzten quasi unmittelbar ein. Ich hatte mir vorgenommen so lange wie möglich zu Hause zu bleiben, denn bei der ersten Geburt kann man ja oftmals mit einigen Stunden Eröffnungsphase rechnen. Ich wollte Musik hören, baden, meditieren… doch die Wellen wurden schnell sehr intensiv und wir machten uns doch auf ins Geburtshaus. Dort angekommen untersuchte mich Susanne und staunte: der Muttermund war bereits 7cm geöffnet! Von der schönen Atmosphäre habe ich ehrlich gesagt gar nichts mehr mitbekommen, ich war schon in meiner eigenen Welt und konnte mich dann in der Wanne vollends fallen lassen. Ich veratmete eine Welle nach der anderen, körperlich und psychisch an meinen Grenzen, doch stets in der Gewissheit, nun bald endlich mein Baby im Arm zu haben. Mein Partner und die Hebammen Susanne und Vanessa haben mich auch in dunklen Momenten bestärkt und begleitet. Die Kraft und Intensität mit der die Wellen mich durchdrungen haben war überwältigend und ich ließ es geschehen. Ließ es geschehen in dem Wissen, dass mein Körper und mein Baby wissen, was zu tun ist. Die Wellen waren intensiv und auch schmerzhaft, aber niemals sinnlos, und so anders als alles, was ich jemals empfand. Eine Urkraft, die mich tief veränderte und über mich hinauswachsen ließ. Und dann plötzlich stand die Welt still - mein Baby war geboren. Ich war Mama. Ein neuer Mensch war da, dieses winzige Wesen, und nichts mehr wie es einmal war.
Schon wenige Stunden nach der Geburt konnten wir als kleine Familie nach Hause gehen und uns in Ruhe kennen lernen. Besonders für meinen Partner waren diese ersten Tage unendlich wertvoll um eine Bindung zu unserer Tochter ab der ersten Minute aufbauen zu können. Danke an alle Hebammen des Geburtshauses für die schöne und positive Vorbereitung, für euer Fachwissen, die vielen guten Tipps und für dieses Erlebnis der Geburt, das ich in all seiner Urgewalt und doch als wunderschön und selbstbestimmt in Erinnerung behalten werde.

 

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