Geburtsbericht - Familie Heimann

 

Wir haben uns etwa 3 Monate vor dem Entbindungstermin dazu entschieden, dass unser zweites Kind im Geburtshaus zur Welt kommen soll. Die erste Geburt war im Krankenhaus und dort lief eigentlich alles anders als gewollt. Außerdem verbinde ich mit Krankenhäusern einfach keine schönen Erlebnisse. Ich wünschte mir eine Geburt in vertrauter Atmosphäre und nach meinen Wünschen. Das Geburtshaus war dafür genau der richtige Ort. Es war alles recht kurzfristig und ich war erleichtert, noch einen Platz im Geburtshaus bekommen zu haben. Ich nahm meine Termine quasi im Wochentakt wahr, um noch alle Hebammen kennenzulernen.

Wir fühlten uns von Anfang an sehr gut aufgehoben. Ausnahmslos alle Hebammen waren super nett, hilfsbereit und einfühlsam.Bei den Gesprächen und Untersuchungen merkte man direkt, dass sie ihre Arbeit lieben und mit dem Herz dabei sind. Als dann endlich der Tag gekommen war, an dem die Rufbereitschaft begann, waren wir sehr erleichtert. Nun durfte unsere Maus kommen. Als pünktlich zum ET die Wehen begannen und diese auch regelmäßiger wurden, rief ich die diensthabende Hebamme an und wir verabredeten uns zur Untersuchung im Geburtshaus. Es stellte sich heraus, dass es wohl doch noch etwas dauern wird. Uns wurde freigestellt, nochmal nach Hause zu fahren. Nach einem kurzen Spaziergang entschieden wir uns dafür, noch einmal nach Hause zu fahren. Uns wurde gesagt, dass wir uns jederzeit melden können, wenn wir das Gefühl haben, dass sich etwas tut.
Am Abend wurden die Wehen stärker und wieder regelmäßiger und ich rief wieder im Geburtshaus an. Nun hatte Carolin Dienst. Wir verabredeten uns wieder im Geburtshaus und machten uns auf den Weg. Uns erwartete eine gemütliche Atmosphäre und nach einer kurzen Untersuchung war klar, jetzt macht sich unsere Maus auf den Weg. Ich wurde dann noch einmal nach meinen Wünschen gefragt und das Badewasser wurde für mich eingelassen. Es verlief alles nach unseren Vorstellungen. Die Hebammen hielten sich zunächst im Hintergrund auf und gaben uns etwas Privatsphäre, waren aber bei Bedarf sofort zur Stelle, versorgten mich regelmäßig mit Tee und erkundigten sich nach meinem Befinden, auch wurden regelmäßig die Herztöne kontrolliert. Als nach kurzer Zeit die zweite Hebamme, Vanessa, hinzugerufen wurde, war klar: jetzt kann es nicht mehr lange dauern. Es war ein unglaublich tolles Gefühl. Ich konnte meinen Instinkten und Gefühlen folgen, selbst verschiedene Positionen ausprobieren. Mir wurden lediglich Tipps und Vorschläge gegeben. Ich hatte eine wundervolle Wassergeburt und konnte nach weniger als 4 Stunden meine Tochter in den Armen halten. Nach der Geburt zogen sich die Hebammen zurück und gaben uns Privatsphäre und ein erstes Kuscheln zu dritt. Nach einiger Zeit wurde bei mir nach Verletzungen geschaut und bei unserer Tochter die U1 durchgeführt. Wir hatten zwei tolle und einfühlsame Hebammen sowie die Hebammenschülerin an unserer Seite. Wir wurden dann gefragt, ob alles okay sei und dass wir dann nach Hause können. Es war im Nachhinein die beste Entscheidung im Geburtshaus zu entbinden und wir würden es jederzeit wieder tun.