Geburtsbericht - Familie Mohr

 

Nach der guten Erfahrung einer Verwandten, wusste ich, dass auch ich am liebsten im Geburtshaus mein Kind bekommen möchte.

Denn ich hatte Angst, dass im Krankenhaus Dienstpläne und die bereitstehenden Geräte die Geburt beeinflussen könnten, auch wenn es eigentlich nicht nötig ist.Mein Mann war zunächst skeptisch, nach dem Infoabend aber einverstanden, den Weg mit mir zu gehen.

 Leider kam unser erster Sohn ohne Vorwarnung zu früh und war somit doch "ein Fall" für ein Krankenhaus mit Kinderklinik. Unsere Hebamme Vivian, die uns schon von Vorsorgeuntersuchungen kannte, hat uns mit Tipps und seelischem Beistand geholfen, die schwierige Zeit am Brutkasten und auf der Säuglingsstation zu meistern.

In der zweiten Schwangerschaft war ich sehr nervös, es könnte wieder zu früh losgehen. Vivian, Katja und ihre Kolleginnen haben meine Sorgen immer sehr ernst genommen und so haben wir bis zum Geburtstermin durchgehalten.

Die Geburt unseres zweiten Sohnes ging dann sehr schnell: Für Musik, Akupunktur o.ä. war keine Zeit. Aber ich kam noch rechtzeitig in die Geburtswanne, wie ich es mir gewünscht hatte. Dort kam unser Sohn auch zur Welt und wir konnten schon im Wasser kuscheln und uns kennen lernen. Im Geburtshaus konnte ich mich auch ganz auf mich konzentrieren, weil ich mir keine Gedanken um Gebärende in Nebenzimmern oder Nachbarbetten gemacht habe. Und weil nicht pausenlos jemand an CTG-Sensoren gerückt hat.

Auch wenn wir nur ein paar Stunden im Geburtshaus waren, bin ich sehr froh, dass ich dieses Mal in fast familiärer Umgebung und von vertrauten Hebammen umsorgt war. Und ich finde es unheimlich schön, von der Vorsorge (im Wechsel mit dem Arzt), über Vorbereitungskurs und Geburt bis zur Nachsorge und Rückbildung EINE "Anlaufstelle" zu haben.