Geburtsbericht - anonym 2

 

Wieder schwanger! Wie wundervoll! Voller (Vor-) Freude waren wir uns sofort einig, dass auch unser Sohn wieder im Geburtshaus Idstein zur Welt kommen sollte. Bereits in der Schwangerschaft hat sich Christiane für jedes Anliegen jederzeit erreichbar sehr fürsorglich um mich gekümmert.

Zusammen mit der Wassergymnastik für Schwangere hatte ich damit sozusagen das „RUNDum sorglos Paket" bei ihr gebucht :-) Und dann hat es sogar auch noch geklappt, dass Christiane bei der Geburt unseres Sohnes dabei war! Ein Grund, warum wir uns wieder für das Geburtshaus entschieden hatten, hatte sich also zu hundertfünfzigprozent bestätigt: Im Geburtshaus kann man durchgängig von einer vertrauten Hebamme betreut werden.

 

Oft höre ich: „Du bist ja mutig, ins Geburtshaus zu gehen!". Auch wenn ich gern höre, dass andere mich für mutig halten, hat meine Entscheidung mit Mut allerdings überhaupt nichts zu tun! Ich vertraue meinem Körper, dass er eine Geburt hinbekommt. Dafür sollte er sogar wie geschaffen sein ;-) Nun ist es aber natürlich schon eine Leistung, die ich mir und meinem Körper nicht jeden Tag abverlange. Und da wünsche ich mir jemanden an meiner Seite, der mich mit Rat und Tat unterstützt und mir und meinem Körper sanft zeigt, „wo es langgeht" und mich ansonsten aber auch machen lässt und mir Raum gibt.

Die Hebammen des Geburtshauses machen genau das. Und „Raum" gibt es dort für mich auch genau den richtigen. Kein Krankenhaus-Gewusel, keine Schichtwechsel, keine Hektik, keine fünf anderen Frauen, die gerade ihr Baby bekommen, kein Neon-Licht, keine Nadeln auf meinem Handrücken, ... nur viel Ruhe, Geborgenheit und Vertrauen. Ich hätte Mut gebraucht, hätten wir wegen Komplikationen doch noch ins Krankenhaus gemusst.

Und so war auch die Geburt unseres Sohnes wieder ein rundum wunderbares Erlebnis! Nachdem ich seit dem Abend relativ regelmäßige Wehen hatte, haben wir morgens um 4:00 Uhr die Babysitterin abgeholt und waren um 5:00 Uhr im Geburtshaus. Da waren die Wehen schon ordentlich, so dass Christiane ziemlich bald die „Party-Taste" :-) für das warme Wasser der Geburtswanne gedrückt hat und ich so gegen 6:00 in die Wanne gestiegen bin. Welche Wohltat! Und gleichzeitig welche Beschleunigung! Gleich eine der nächsten Wehen war so stark, dass ich nur noch verkünden wollte: Pressen! Christiane hat mich noch etwas gebremst, damit es nicht zu schnell geht und ich hätte kurz einen richtigen Lach-Flash kriegen können, weil ich gar nicht glauben konnte, dass unser Sohn schon gleich da sein würde. Aber so war es! Ein paar Press-Wehen später war er da und Christiane sagte: „Nimm ihn dir hoch." Ich konnte ihn also selber aus dem Wasser fischen und mir auf die Brust legen. Da hat Christiane ihn mit einem warmen Handtuch zugedeckt und mein Mann und ich konnten ihn bestaunen, bis die Nabelschnur ganz in Ruhe auspulsiert war. Da war es ungefähr 6:30 Uhr. Welch ein Wunder! Etwas später und frisch abgeduscht konnte ich mich dann anfangen auszuruhen, während Christiane sich nochmal ausgiebig unseren Sohn angeschaut und ihn versorgt hat, bevor sie ihn an den Papa zum Anziehen übergeben hat und sich kurz mit Nadel und Faden mir gewidmet hat. Dann waren alle versorgt und bereit für ein Gläschen Sekt :-)

Nach noch etwas Ausruhen hat es uns recht bald nach Hause zu unserer Tochter gezogen und um 9:30 Uhr waren wir überglücklich zu viert auf dem heimischen Sofa!

Christiane kam natürlich am gleichen Tag noch einmal nach uns schauen und hat uns auch die nächsten Tage und Wochen noch liebevoll begleitet. Nach wie vor weiß ich, dass ich mich mit jeder Frage an sie wenden könnte und ich bin ihr sehr dankbar für die tolle Unterstützung!

Eltern über das Geburtshaus

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