Geburtsbericht - anonym 4

 

Durch meine Arbeitstätigkeit war mir das Geburtshaus in Idstein schon seit längerem bekannt. Und schon beim ersten Kind hatte ich überlegt dort zu entbinden, habe mich dann jedoch für die „Sicherheit" des Krankenhauses und den kürzeren Anfahrtsweg (wir wohnen in Wiesbaden) entschieden.


Da die Geburt meines ersten Kindes schnell und komplikationslos verlief, und wir am selben Tag wieder zuhause waren, wuchs durch die positiven Erfahrungen während der zweiten Schwangerschaft die Idee, diesmal ins Geburtshaus zu gehen.Die letzten Vorsorgeuntersuchungen machte ich dann bereits dort, um alle Hebammen vor der Entbindung einmal kennenzulernen. Schon während der Vorsorgen fühlte ich mich sehr wohl, und der Blutdruck, der in der Schwangerschaft bei den Messungen in der Frauenarztpraxis z.T. grenzwertig war, normalisierte sich.
Am Tag der Geburt hatte Yvonne Dienst. Um drei Uhr nachts platzte mir zuhause die Fruchtblase, ich verspürte zunächst aber keine Wehen. Da ich unsicher war, wie ich jetzt weiter vorgehen sollte, riefen wir Yvonne an. Diese teilte mit, dass ich mich zuhause entspannen sollte, „der Körper merke, dass die Bedingungen nicht mehr optimal seien und würde dann im Normalfall mit der Produktion von Wehen beginnen".
Ich machte es mir also mit meinem Mann im Bett gemütlich, schaute fern, aß und trank nochmal etwas. So gegen 6 Uhr verspürte ich dann leichte Wehen, die allmählich stärker wurden, so dass wir eine halbe Stunde später den Weg nach Idstein antraten. Als wir im Geburtshaus ankamen, war der Muttermund bereits 5 Zentimeter geöffnet, die Geburt also im vollen Gange.
Nach einem kurzen Abflauen der Wehen nach der Ankunft im Geburtshaus, setzten diese danach dann umso stärker ein. Ich entschied mich – wie auch bei meiner ersten Geburt – für die Wanne, da das warme Wasser die Schmerzen milderte. Nur zwei Stunden später war unser zweiter Sohn Jakob dann auch schon geboren. Nach dem Auspulsieren der Nabelschnur, stieg ich aus der Wanne, und wir konnten zu dritt auf dem Bett entspannen.
Yvonne war während des gesamten Geburtsprozesses sehr empathisch, unterstützte mich gut mit ihren Anweisungen sowie mit allerlei homöopathischen Mitteln, Tees etc.. Ich bin froh, die Entscheidung, ins Geburtshaus zu gehen, getroffen zu haben. Die Atmosphäre dort war sehr entspannt und friedvoll – besser hätte sie für die Geburt meines zweiten Sohnes nicht sein können!

 

Eltern über das Geburtshaus

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