Geburtsbericht – Familie Wassilew

Geburtsbericht - Familie Pichl

Wir haben das Geburtshaus gewählt, weil uns eine selbstbestimmte und natürliche Geburt sehr wichtig war. Zudem wurden wir von Freunden, die bereits in Geburtshäusern entbunden haben, in unserer Entscheidung bekräftigt.

Die Schwangerschaftsvorsorge im Geburtshaus war bei jedem Termin sehr entspannt, friedlich und angenehm. Egal, wie gestresst wir waren – sobald wir im Geburtshaus ankamen, war der Stress wie verflogen. Das Hebammenteam ist einfach klasse und hat sich bei jedem Termin viel Zeit für uns und unsere Fragen genommen. Wir haben stets gemerkt, dass die Hebammen hier mit Leib und Seele ihrem Job nachgehen. Daher sind wir nach jedem Termin glücklich und voller Vorfreude nach Hause gefahren.

Die Geburt war genauso, wie wir es uns gewünscht haben. Alles hat reibungslos funktioniert, wir waren total im Flow und können unser Erlebnis als wunderschön beschreiben.

Nach circa zwei Stunden Wellen rief mein Mann um 2:00 Uhr nachts im Geburtshaus an und teilte der diensthabenden Hebamme mit, dass ich regelmäßige Wellen habe. Nach zwei weiteren Telefonaten vereinbarten wir mit der Hebamme, dass wir uns um 4:30 Uhr im Geburtshaus treffen würden.

Im Geburtshaus angekommen, hatte ich sofort das vertraute Gefühl von Frieden und Sicherheit. Da ich eine Wassergeburt wollte, ließ uns die Hebamme das Wasser in der Badewanne ein und überprüfte meinen Muttermund, der gegen 5:00 Uhr bereits bei 6 cm lag. Während der Geburt fühlte ich mich stets sicher; ich konnte meine Meditation laufen lassen und vollkommen bei mir und in Trance bleiben. Es gab keinerlei Interventionen. Hatten wir Fragen, waren die Hebammen immer für uns da und unterstützten uns. Ich wusste, dass ich in den besten Händen war, konnte meinem Körper vollständig vertrauen und mich auf die Wellen einlassen. Während der Geburt verspürte ich zu keinem Zeitpunkt Angst. Die Hebammen sprachen mir immer wieder positiv zu und motivierten mich unglaublich. Zwischen den Wellen haben wir uns manchmal auch unterhalten und miteinander gelacht. Schon während der Geburt war ich extrem stolz auf mich, und obwohl ein kurzer Moment aufkam, in dem ich dachte, ich schaffe das nicht länger, konnte ich die Geburt gemeinsam mit meinem Mann und den Hebammen meistern und durfte mein kleines Wunder um 10:34 Uhr in die Arme schließen.

Nach kurzem Kuscheln in der Badewanne ging es direkt auf die nackte Brust des frisch gebackenen Papas. Nach der Geburt der Plazenta wurden wir für etwa eine Stunde allein im Zimmer gelassen. Wir konnten das erste Mal stillen und unsere ersten Momente vollkommen miteinander genießen. Erst nach unserem Kennenlernen und dem ersten Bonding folgte die U1 für unseren Sohn und meine Untersuchung.

Ich würde mich bei jeder Geburt wieder für das Geburtshaus entscheiden und kann jeder Frau, die auf natürliche Art und Weise selbstbestimmt gebären möchte, dies von Herzen weiterempfehlen. Der Geburtsort und die Hebammen sind durch die regelmäßigen Termine vertraut. Das macht es viel einfacher, sich vollkommen fallen zu lassen und bei sich zu bleiben.