Geburtsbericht - Familie Wassilew
In meiner Familie sind bisher keine Kinder im Krankenhaus zur Welt gekommen. Meine Mutter hat uns alle als Hausgeburt zur Welt gebracht und meine ältere Schwester hat sich für ein Geburtshaus entschieden. Auch für mich war die Vorstellung einer Krankenhausgeburt von Stress, Personalwechsel und Unruhe geprägt, weshalb ich mich schon vor meiner ersten Schwangerschaft für eine außerklinische Geburt entschieden hatte.
Als ich von meiner Schwangerschaft erfuhr, meldete ich mich daher direkt im Geburtshaus an. Da wir uns ein altes Hausgekauft hatten, dass wir bis zur Geburt noch weitestgehend selbst renovierten, war mir klar, dass eine Hausgeburt nicht realistisch ist und mich für die Geburt im Geburtshaus entschieden.
Bereits während der Vorsorgetermine und des Geburtsvorbereitungskurses habe ich mich immer sehr wohl gefühlt in den Räumlichkeiten des Geburtshauses und der Atmosphäre, die die Hebammen geschafft haben.
Hierzu ergänzend half mir die mentale Geburtsvorbereitung durch den Podcast „Die friedliche Geburt“, dass ich immer positiv und voller Vorfreude auf das Erlebnis Geburt geblickt habe.
An dem Abend, an dem die Wehen dann begannen, habe ich mich von unserer Hebamme Caro großartig begleitet gefühlt. Zunächst als ich angerufen habe, um uns für später in der Nacht vor anzukündigen, als auch bei Unsicherheiten, die ich zunächst telefonisch klären konnte. Als die Wellen intensiver wurden und ich das Gefühl bekam, neben meinem Partner jetzt auch professionelle Begleitung an meiner Seite zu brauchen, trafen wir uns mit Caro im Geburtshaus. Hier hatte sie bereits mit sanftem Licht und angenehmem Geruch für eine gemütliche und ruhige Stimmung gesorgt. Während der Geburt hat sie dazu ein perfektes Maß gefunden, uns Tipps oder Anweisungen zu geben, wenn wir diese gebraucht haben und mir meinen Freiraum zu geben, damit ich mich entspannen konnte, um so die Wellen ruhig zu veratmen. Als morgens um 7 Uhr unsere Tochter zu Welt kam, haben wir uns zu dritt gemütlich ins Bett gekuschelt und mit viel Ruhe die ersten Momente als Familie erlebt. Nach dem ersten „Bonding“ wurde die U1 durchgeführt und meine Geburtsverletzungen versorgt. Als ich mich anschließend fit genug gefühlt habe, aufzustehen und nach Hause zu fahren, hat mein Partner mit Hilfe der Hebammen alles organisiert, sodass ich mich nur zu meiner Tochter ins Auto setzen musste. Zuhause haben wir uns dann zu dritt ins Bett gelegt und weiter das neue Leben entdeckt. Abends kam Caro (welche zufälligerweise auch meine Wochenbetthebamme war) zum ersten Mal und hat uns über die Geburt hinaus weiterhin im perfektem Mas begleitet.
Ich bin unglaublich glücklich, dass ich so eine harmonische und ruhige erste Geburt erlebt habe und freue mich über jede weitere. Die Begleitung über das Geburtshaus werde ich dafür auf jeden Fall wieder in Anspruch nehmen.
