Geburtsbericht – Familie Herden

Geburtsbericht - Familie Herden

Am 05.11.24 startete meine Geburtsreise mit einem Blasensprung. Freudig durfte ich endlich den Anruf tätigen, auf den ich die ganze Zeit gewartet hatte. Um ca 21:40 rief ich die Rufbereitschaftsnummer an und verabredete mich mit der Hebamme für 9:00 am nächsten Morgen, wenn sich nichts weiter ergeben sollte. Danach rief ich meine Doula an, die kurz nach elf bei uns eintraf. Die Wehen kamen noch unregelmäßig und waren gut zu ertragen. Wir entschieden uns alle schlafen zu gehen.
Gegen 4:40 wachte ich auf und begann die Zeit zu stoppen bei jeder Wehe. Ich weckte alle und rief erneut im Geburtshaus an. Carolin hörte über das Telefon beim Veratmen der Wehen zu und wir verabredeten uns für 6:00 im Geburtshaus. Eine Tasse Kaffee später..

Mein Mann bereitete daraufhin das Auto vor, wir zogen uns alle an und ich verabschiedete mich von meinem ersten Sohn. Danach machten meine Doula und ich uns zu Fuß los zum Geburtshaus. Die kalte Luft und die paar Schritte taten unglaublich gut. Im Geburtshaus wurde ich total lieb empfangen. Wir durften es uns im Storchenzimmer gemütlich machen und ich ging direkt nach einer kurzen und schnellen Kontrolle in die Wanne. Wir bekamen Getränke angeboten, die Musik lief und das Licht war gedämpft. Immer tiefer versank ich in mich selbst und nahm irgendwann nichts mehr außer meinen Mann und mich wahr. Ich wusste, dass alle da waren und fühlte mich sicher. Ganz in Ruhe veratmete ich die Wehen, ohne Angst. Ab und zu spürte ich eine Hand, die mir Verspannungen weg strich oder mir heißes Wasser über den Rücken goss. Kurz nach acht begann ich unruhig zu werden. Ich wusste, dass die Uhr nicht mehr neun anzeigen würde. Alles wurde intensiver. Und dann kamen die „magischen“ Worte von mir: „Ich kann nicht mehr!“ Und in dem Moment musste ich auch schon lächeln, denn ich wusste, dass das bedeutete, dass ich meinen Jungen bald in den Armen halten durfte. Nach zwei Presswehen war der Kopf geboren und dann spürte ich einen kräftigen Tritt in mir. Mein Kleiner trat sich raus in die Welt, um genau 08:57 Uhr.

Danach durften wir uns erst mal Ausruhen und wurden auch hier sehr liebevoll umsorgt, mit allem was wir brauchten.
Ich bin dem Geburtshaus und den Hebammen sehr dankbar für diese unglaubliche Erfahrung. Wir haben uns sehr gut aufgehoben gefühlt und würden es jedem empfehlen.